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Bild des Monats im Magazin "neue energie" Ausgabe 03/2024, Gewinner des Publikumspreises im Wettbewerb "Wildlife Photographer of the Year": Nima Sarikhani.

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Die Staaten Europas sind zu schlecht auf Hitze, Dürren und Überschwemmungen vorbereitet, warnen Klimaexperten. Ihr Appell an die Politik: jetzt bloß nicht nachlassen - im Gegenteil.

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Von allen Kontinenten erwärmt sich Europa am schnellsten - aber die EU und ihre Mitgliedstaaten sind zu schlecht vorbereitet auf die drohenden Folgen. Zu diesem Schluss kommt die Europäische Umweltagentur (EEA) in ihrem am Montag veröffentlichten Bericht über Klimarisiken. Die EU-Behörde hat sich erstmals umfassend angeschaut, inwiefern Europa bereit ist für die Herausforderungen einer wärmeren Welt. Man müsse das Dokument als Warnung lesen, sagt EEA-Direktorin Leena Ylä-Mononen: "Dieser Bericht ist ein Weckruf." Sollte Europa keine beschleunigten Maßnahmen gegen den Klimawandel ergreifen, "können wir bis zum Ende des Jahrhunderts mit einem Temperaturanstieg von bis zu sieben Grad Celsius rechnen."

Derzeit stiegen die Temperaturen in Kontinentaleuropa etwa doppelt so schnell wie im globalen Durchschnitt, heißt es in dem Bericht. Die Folgen waren zuletzt bereits wie in einer Vorschau zu sehen: schwerere, längere Dürren, lebensgefährliche Hitzeperioden, mehr Starkregenereignisse und Fluten, dauerhaft veränderte Niederschlagsmuster - und ein überforderter Katastrophenschutz. Szenen wie im vorigen Jahr in der Ebene der griechischen Region Thessalien, wo Menschen auf Hausdächern auf Rettung warteten, wären dann nicht mehr krasse Ausnahmen. Solche Ereignisse "gefährden die Lebensmittel- und Wassersicherheit, die Energiesicherheit und die Finanzstabilität sowie die öffentliche Gesundheit", schreiben die EU-Klimaexperten. "Das wiederum beeinträchtigt den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die soziale Stabilität."

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Heute - Politische Runde: Wie wird das Klima Nordrhein-Westfalen verändern?

Der Winter ist eher nass als kalt und schneereich, der Sommer heiß und trocken. Der Klimawandel ist schon längst im Gange. Starkregenereignisse an der Wupper und an der Ahr im Juli 2021, Dürremonate und abgestorbene Fichten in unseren Wäldern sind sichtbare Zeugen des Wandels. Wie wird sich das Klima in Nordrhein-Westfalen in Zukunft entwickeln?

https://www.blickfeld-wuppertal.de/imtal/politische-runde-wie-wird-das-klima-nordrhein-westfalen-veraendern

#Wuppertal @wuppertal

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Der EU-Klimawandeldienst Copernicus stellt fest: Der Februar 2024 war der weltweit wärmste jemals gemessene. Neue Extreme dürften kommen.

Mal wieder ein Hitzerekord für einen Monat, der neunte in Folge und die Me­teo­ro­lo­g*in­nen überrascht es nicht: Die Menschen auf der Erde haben laut EU-Klimawandeldienst Copernicus den wärmsten Februar seit Beginn der Aufzeichnungen hinter sich. Die Lufttemperatur an der Erdoberfläche habe durchschnittlich 13,54 Grad Celsius betragen, teilte der Dienst am Donnerstag mit. Das seien 0,81 Grad mehr als im Schnitt des Referenzzeitraums von 1991 bis 2020 und 0,12 Grad mehr als im bisher wärmsten gemessenen Februar im Jahr 2016.

In Europa war der Februar 2024 besonders warm: Dort lag er laut den Daten um 3,3 Grad über den zwischen 1991 und 2020 gemessenen Durchschnittstemperaturen. Ein Grund für die hohen Daten weltweit sind die aufgeheizten Ozeane: Laut Copernicus war der Februar der Monat mit den bislang höchsten gemessenen Oberflächentemperaturen überhaupt: Sie lagen im Schnitt bei 21,06 Grad, Rekordhalter war zuvor der August 2023 mit 20,98 Grad gewesen. Die von Copernicus genutzten Daten gehen zurück bis auf das Jahr 1950, teilweise sind aber auch frühere Daten verfügbar.

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"Durch die zunehmende Digitalisierung steigt der Energieverbrauch - das befeuert die Erderwärmung. Doch gleichzeitig können KI und Co. auch beim Klimaschutz helfen - ein Überblick.

Allein die weltweiten Rechenzentren verbrauchen so viel Strom wie ganz Indien. Das Internet, die digitale Revolution, befeuert bislang die Erderwärmung - ein Satz, den die meisten Branchenkenner und Klimaforscher unterschreiben würden. Ressourcen- und Stromverbrauch sind enorm und steigen rasant an.

Gleichzeitig setzen Politik und Wirtschaft im Kampf gegen den Klimawandel auf die Digitalisierung. Welche Chancen und Risiken die Digitalisierung mit sich bringt, hat auch eine nun veröffentlichte Studie des Digitalverbands Bitkom untersucht - ein Überblick. (...)

Was sind die größten digitalen CO2-Emittenten?

Den größten Fußabdruck haben die Daten- und Rechenzentren. Zwischen sechs und zwölf Prozent der globalen Stromproduktion verschlingen die Herz- und Hirnkammern der Digitalisierung. Einiges von dieser Energie brauchen etwa Kryptowährungen. Mehr Strom als ganz Österreich sollen durch das Schürfen und den Handel von Bitcoin und Co. draufgehen, auch hier schwanken die Schätzungen allerdings. Das Zahlen mit Bitcoin sei bis zu 100.000-mal energieintensiver als mit einer Kreditkarte.

Eine Stunde Streaming ergibt laut dem Hamburger Borderstep Institut zwischen 100 bis 175 Gramm CO2, also ähnlich wie die Emissionen eines Kleinwagens auf einem Kilometer. Und es gilt: Kleinvieh macht Mist. Durch jede Suchanfrage entstünden rund zwei Gramm CO2, so Forscher und Forscherinnen. Ebenso wie bei einer einfachen Mail. Kommt ein großer Anhang dazu, könnten es bis zu 20 Gramm sein. Und es werden aktuell täglich mehr als 300 Milliarden Mails verschickt.

CO2-Emissionen: Wie schädlich ist Streaming für die Umwelt? Und nicht nur die Entwicklung in Sachen Künstlicher Intelligenz (KI) explodiert, sondern auch der Energieverbrauch. Einerseits durch die enorme Rechenleistung, die beim Betrieb nötig sind. Andererseits auch beim Training und beim Herstellungsprozess der Hardware.

Können Emissionen durch neue digitale Möglichkeiten eingespart werden? Die digitale Welt ist voller Ideen und konkreter Anwendungen hierfür:

  • Etwa Smart Grids, intelligente Stromnetze, die eine effizientere Energieverwaltung ermöglichen sollen. Ziel: eine Reduzierung von Emissionen durch die bessere Nutzung erneuerbarer Energien.
  • Oder in der Industrie 4.0, in der durch die Optimierung von Produktionsanlagen und -prozessen weniger Energie verbraucht werden soll.
  • In Smart-City-Projekten geht es um intelligente Verkehrssteuerung, optimierte Beleuchtungssysteme und intelligente Gebäudemanagementsysteme, um den Stromverbrauch zu senken.
  • In der digitalen Landwirtschaft soll der Einsatz von Sensoren, Datenanalysen und anderen Technologien eine präzisere Nutzung von Ressourcen wie Wasser und Düngemitteln führen, was CO2 einspart. Und in Unternehmen ersetzen Videocalls und Homeoffice zum Teil Pendeln und Geschäftsreisen.

Was kann die Digitalisierung gegen den Klimawandel ausrichten?

Ganz konkret hat sich das eine jetzt erschienene Studie des Digital-Branchenverbands Bitkom angeschaut - die durchrechnet, wie groß der Effekt in Deutschland sein kann. Die Analyse, für die die Unternehmensberatung Accenture verantwortlich ist, kommt auf ein Einsparpotenzial von 73 Millionen Tonnen CO2 bis 2030. Das entspricht Bitkom zufolge gut einem Viertel der Einsparungen, die Deutschland laut den eigenen Klimazielen erreichen will, um dann 50 Prozent weniger Treibhausgase auszustoßen als 1990.

Voraussetzung dafür ist, dass die Digitalisierung des Landes beschleunigt werde, um die Potenziale voll auszuschöpfen. Bleibe es beim bisherigen Tempo, könnten es noch 16 Prozent Einsparungen werden. (...)"

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via @[email protected] :

"89% der Menschheit ist für mehr #Klimaschutz, glaubt aber in der Minderheit zu sein, weil die mediale Berichterstattung ihnen das so darstellt.

Was #FalseBalancing und laute Einzelmeinungen so anrichten können.."

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cross-posted from: https://lemmy.ca/post/15519217

Mit der Petition wird keine Kürzung von Finanzmitteln für den Nahverkehr gefordert. Im Zuge der Haushaltskrise nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom November 2023 wird nach schnellen Wegen gesucht, die Haushaltslücke zu stopfen. Es soll gespart werden. Dabei steht auch im Raum, die Mittel, die der Bund den Ländern jedes Jahr zur Verfügung stellt - die sogenannten Regionalisierungsmittel - zu kürzen.

Begründung

Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, aus Klimaschutzgründen die Fahrgastzahlen im öffentlichen Nahverkehr bis 2030 zu verdoppeln. Die drohenden Kürzungen der Regionalisierungsmittel würden jedoch bedeuten, dass Züge gestrichen werden oder gar Strecken stillgelegt werden müssten. Fahrgäste würden von der Schiene aufs Auto umsteigen, was höheren CO2-Ausstoß bedeutet und das Klima geschädigt würde. Gerade im Verkehrsbereich droht eine Verfehlung der Klimaziele. Wir brauchen aber mehr statt weniger Klimaschutz und haben nur den einen Planeten zum bewohnen.

Sinnvoller wäre es doch, klimafeindliche Subventionen wie das Dienstwagenprivileg zu kürzen, das den Staat 3,5-5.5, Mrd. Euro pro Jahr kostet. Hier ist ein viel größeres Sparpotential vorhanden - und das Klima könnte geschützt werden.

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Der weltweit angesehene Klimaexperte im Gespräch über rote Linien, die bedrohlichsten Kippelemente und seine beste Idee gegen den Klimawandel

Hans Joachim Schellnhuber hat die internationale Klimaforschung der letzten Jahrzehnte maßgeblich geprägt. Der studierte Physiker verankerte vor gut 20 Jahren das Konzept der Kippelemente in der Klimaforschung und war von 1992 bis 2018 Gründungsdirektor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, einer der weltweit führenden Einrichtungen in diesem Bereich. Seit dem 1. Dezember ist der 73-Jährige Generaldirektor des Internationalen Instituts für angewandte Systemanalyse (IIASA) in Laxenburg bei Wien.

Auch diese Forschungseinrichtung, die vor etwas mehr als einem halben Jahrhundert gegründet wurde, zählt zu den Hotspots der internationalen Klimaforschung. An seiner neuen Wirkungsstätte will Schellnhuber, der für seine Forschungen und für sein Engagement zahlreiche hohe Ehrungen in vielen Ländern erhalten hat, unter anderem seinen "Königsweg" zur langfristigen Rettung des Klimas weiter erforschen, wie er im ausführlichen Interview erklärt.

STANDARD: 2023 war das heißeste Jahr der Messgeschichte, der vergangene Jänner der heißeste Jänner, mit dem wir die 1,5-Grad-Grenze bereits erreicht haben. Wie wird es mit dem Weltklima weitergehen?

Schellnhuber: Was sich im Vorjahr klimatisch getan hat, ist bestürzend. Die öffentliche Aufmerksamkeit gilt vor allem den Extremereignissen, die aufgrund der Erderwärmung zunehmen, was hinlänglich bekannt ist. Weniger mediales Interesse finden die Anzeichen, dass sich das Klimasystem als Ganzes im Umbruch befinden könnte. Die mittlere Ozeantemperatur beispielsweise hat zuletzt einen riesigen Sprung nach oben gemacht. Wir Wissenschafter hoffen, dass es sich dabei nur um einen kurzfristigen Ausreißer handelt und das System sich wieder "beruhigt". Es gibt aber auch die Möglichkeit, dass der Riese aus noch nicht recht verstandenen Gründen jetzt erwacht und wir uns gerade in ein anderes Klimaregime bewegen.

[...]

STANDARD: Woran denken Sie dabei konkret?

Schellnhuber: Schwerwiegende Rückkopplungseffekte könnten sich etwa durch den Verlust der tropischen Regenwälder sowie durch das Auftauen der Permafrostböden und der Methaneis-Vorkommen auf den Kontinentalschelfen ergeben. Das Auftauen an Land und im Meer, bei dem CO2 und Methan freigesetzt werden, ist wahrscheinlich ein sehr langsamer Prozess. Aber wenn er einmal in Gang kommt, dürfte er kaum zu stoppen sein. Methan kommt in der öffentlichen Diskussion viel seltener vor, obwohl es als Treibhausgas mindestens 20-mal so stark ist wie CO2, auch wenn es sich schneller wieder abbaut. Die Methankonzentration in der Atmosphäre schnellte in den letzten Jahren wieder nach oben, und es gibt starke Hinweise, dass dieser jüngste Zuwachs aus natürlichen Quellen stammt. Das würde bedeuten, dass die Ökosysteme bereits reagieren und die befürchteten Rückkopplungseffekte schon eingetreten sind.

[...]

STANDARD: Sie haben bereits erwähnt, dass wir die Zwei-Grad-Linie nicht halten werden, danach aber – wegen der Kippelemente – möglichst bald wieder unter diese Grenze kommen sollten. Wie kann das am besten erreicht werden? Kommen wir um Methoden wie Carbon Capture and Storage (CCS), also das Abscheiden und Einlagern von CO2, das gerade auch in Österreich diskutiert wird, künftig nicht herum?

Schellnhuber: Selbst wenn wir es schaffen sollten, bis spätestens 2045 weitgehend emissionsfrei zu wirtschaften, wird das in der Tat nicht ausreichen. Das bedeutet also, dass wir CO2 wieder aus der Atmosphäre entfernen müssen, was mittlerweile auch die meisten verstanden haben. Das ist eine riesige, komplexe Herausforderung, weil die entsprechenden Maßnahmen "skalierbar", also breitenwirksam und kostengünstig sein müssen, um globale Effekte zu erzielen. Das wird bei vielen rein technischen Ansätzen zum Problem: Bei CCS beispielsweise muss man zunächst das CO2 aus dem Rauchgas herausfiltern, es dann verflüssigen und zur Endlagerung über weite Strecken – etwa bis unter die Nordsee – transportieren. Das ist ein unerhörter Aufwand, der in der benötigten Größenordnung eine neue weltweite Infrastruktur benötigt. Unter dem Strich ist das sündteuer und allerbestenfalls klimaneutral, aber keinesfalls klimapositiv. Und das gilt für die meisten technischen Lösungen, die heute angepriesen werden.

[...]

STANDARD: Wie kann das im Detail funktionieren?

Schellnhuber: Lassen Sie uns das im Kleinen am Beispiel eines durchschnittlichen Einfamilienhauses durchrechnen. Dieses besteht aus etwa 100 Tonnen Stahlbeton. Allein bei der Produktion der verwendeten Materialien werden also grob 100 Tonnen CO2 frei. Die Zementproduktion ist, was kaum jemand weiß, für rund acht Prozent der weltweiten Emissionen verantwortlich. Das ist dreimal so viel wie der ganze Flugverkehr. Wenn ich aber ein Haus aus Holz baue, dann vermeide ich nicht nur 100 Tonnen CO2, sondern ich entferne zusätzlich 100 Tonnen langfristig aus der Atmosphäre. Und 100 plus 100 macht 200 – ein schönes Ergebnis.

[...]

STANDARD: Insbesondere Rechtspopulisten, die gerade politisch auf dem Vormarsch sind, würden das wohl bezweifeln. Wie geht es Ihnen mit der Aussicht, dass jemand wie Donald Trump, der Erfinder "alternativer Fakten", zum nächsten US-Präsidenten gewählt werden könnte?

Schellnhuber: Wenn Trump demnächst wiedergewählt werden sollte, dann haben wir tatsächlich ein dramatisches Problem und könnten weitere zehn Jahre Klimaschutz verlieren, was uns direkt an die Kipppunkte heranführen würde. Vielleicht soll es aber so sein, dass man wie nach den 1930er-Jahren, als der Faschismus populär wurde, durch eine dunkle Phase hindurchmuss, erst dann eines Besseren belehrt wird und dann endlich die richtigen Maßnahmen ergreift. Allerdings hoffe ich inständig, dass diese Schocktherapie nicht mit ähnlich entsetzlichen Ereignissen verbunden sein wird wie Mitte des 20. Jahrhunderts.

STANDARD: Kann mehr und bessere Information durch die Medien und die Wissenschaft nicht vielleicht doch verhindern, dass es zu einer solchen "Schocktherapie" kommt?

Schellnhuber: Das Problem ist, dass viele Leute heutzutage nur noch im Internet nach Informationen stöbern, um ihre Meinung zu bestätigen. Wir reden dann eben nicht mehr über "Evidenz", sondern über "Präferenz", und nicht über "Information", sondern über "Konfirmation". Diese beiden Gegensatzpaare haben inzwischen ganz wesentlich mit den sogenannten sozialen Medien zu tun. Ich kann mir aus dem digitalen Informationsgewitter das heraussuchen, was ich bevorzuge und mich bestätigt – und werde durch die entsprechenden Suchmaschinen dabei noch unterstützt. Die Geschichte lehrt uns leider auch, dass bei einer bedrohlich näherkommenden Krise meist eine Art kognitive Dissonanz einsetzt.

[...]

STANDARD: Haben Sie am Ende gar keine besseren Aussichten für uns?

Schellnhuber: Es kann tatsächlich immer noch alles gutgehen, aber eben mit einer relativ geringen Wahrscheinlichkeit. Ich habe letztens digital eine Vorlesung an der Uni Mainz gehalten, und da kam am Ende die Frage: "Wieso machen Sie trotzdem weiter?" Meine Antwort: Wenn Sie nur eine zehnprozentige Wahrscheinlichkeit haben, dass die einzig existierende Therapie Ihr todkrankes Kind rettet, dann werden Sie dennoch alles dafür tun, dass diese Therapie angewandt wird. So ist es auch mit dem Klima und der "Gesundheit" unseres Planeten: Aus meinem Wissen über geschichtliche und geopolitische Zusammenhänge schließe ich, dass die Wahrscheinlichkeit größer ist, dass wir scheitern werden. Aber das hält mich keine Minute des Tages davon ab, für die kleinere Chance der Rettung zu kämpfen.

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Um dem Klimawandel wirkungsvoll entgegenzutreten, braucht es die Unterstützung jedes Einzelnen. Wie man diese am besten gewinnt, haben Forscher nun in 63 Ländern getestet. Demnach hängt es stark von Nationalität und Grundeinstellung einer Person ab, ob Klimabotschaften bei ihr den gewünschten Effekt erzielen oder sogar gegensätzlich wirken. Eine von mehreren universellen Tendenzen besteht jedoch darin, dass „Weltuntergangs-Botschaften“ am ehesten zum Teilen von thematisch passenden Social-Media-Beiträgen bewegen.

Paper: Addressing climate change with behavioral science: A global intervention tournament in 63 countries | PDF

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Niederländische Forscher halten ihre Studienergebnisse für »beängstigend«: Der Klimawandel könne zum Zusammenbruch eines komplexen Zusammenspiels von Meeresströmungen im Atlantik führen – mit drastischen Folgen.

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2024 beginnt mit einem Rekord: Der Januar ist global gesehen der wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen. Nach Berechnungen des EU-Klimawandeldienstes Copernicus wurde zudem in jedem der elf Monate davor das 1,5-Grad-Ziel überschritten.

Die Erderwärmung hat laut dem EU-Klimawandeldienst Copernicus erstmals über einen Zeitraum von zwölf Monaten dauerhaft über 1,5 Grad Celsius im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter gelegen. Von Februar 2023 bis Januar 2024 lag die globale Durchschnittstemperatur um 1,52 Grad Celsius über dem Referenzwert im 19. Jahrhundert. Mit einer Durchschnittstemperatur von 13,14 Grad Celsius im Januar 2024 wurde für den Monat ein historischer Rekord erreicht. Er lag um 0,12 Grad über dem bisherigen Höchstwert vom Januar 2020 – und um 1,66 Grad über der geschätzten Durchschnittstemperatur im Januar der Zeit zwischen 1850 und 1900. Die von Copernicus genutzten Daten gehen zurück bis auf das Jahr 1950, teilweise sind aber auch frühere Daten verfügbar.

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Klimawandel

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