this post was submitted on 09 Mar 2025
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DACH - Deutschsprachige Community für Deutschland, Österreich, Schweiz
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Ich hab auch meine Momente, in denen ich zum Mehrweg-Ultra werde und die Einführung der Pflicht, jedes Produkt ausschließlich in einem herstellerübergreifenden Mehrweg-Glas anzubieten. Die Gläser gibt's dann in mehreren, verschiedenen Größen. Es würde gleich mehrere Probleme lösen: kein Müll mehr, weil jede Verpackung ein Mehrweg-Glas ist. Keine shrinkflation, es fällt sofort auf, wenn das Glas Tomatensoße plötzlich nicht mehr das 250 Gramm Glas sondern das 100 Gramm Glas ist. Einfacherer Preisvergleich: weil es nur noch 50 / 100 / 250 / 500 / 750 / 1000 Gramm Gläser gibt, gibt es keine schlecht vergleichbaren Größen wie 178 Gramm mehr. In der Regel wird jeder Tomatensoße in 250 Gramm oder 500 Gramm anbieten. Einfacherer Transport: man braucht keine Umverpackung und kann auch hier auf stabile Mehrwegträger zurückgreifen, quasi wie Getränkekisten. Ein Träger Tomatensoße passt dann auch exakt auf einen Träger Leberwurst, weil die Gläser ja auch gleich groß sind.
Dann realisiere ich, dass es für meine Kollegen schon zu schwer ist, die Mehrweg Verpackung an der Salattheke zu nehmen. Der Laden ist einfach genau unter dem Büro, du kannst die Dose einfach in den Leergutautomaten werfen und DU LÄUFST BEIM FEIERABEND SOWIESO AN DEM AUTOMATEN VORBEI VERFICKT NOCH MAL.
Also ja, mein Traum vom Mehrweg-Glas bleibt ein Traum.
Ein fantastischer Traum. Leider geht es ja eher in die gegenteilige Richtung. Da wo wir Standards haben (z.B. Bierflaschen) werden sie durch sinnbefreites Marketing-Bedürfnisse immer weiter aufgelöst.
Glas ist auch ein wichtiger Teil der Lösung des Mikroplastik-Problems. Was ein komplett unterschätztes Problem ist, das wahrscheinlich direkt nach dem Klimawandel kommt.
Glas hat natürlich auch echte Nachteile: es ist deutlich schwerer als Plastik und bricht in gefährliche Scherben. Gerade in Haushalten mit Kleinkindern ein echtes Problem, da kann ich ein Lied von singen. Allerdings sehe ich beim Thema bruchsicheres Glas noch enormes Potential. Ich habe keine Ahnung wie Panzerglas so funktioniert oder dieses Sicherheitsglas, das in kleine runde Brösel zerfällt aber sowas sollte sich ja auch auf Gebrauchsprodukte anwenden lassen. Es gibt ja diesen Mythos vom bruchsicheren DDR-Glas. Meines Wissens war das aber ein Verbundprodukt mit Blei, aber da lässt sich ja sicher noch dran tüfteln. Das coole ist: umso bruchsicherer das Glas, umso dünner kann man es wiederum machen und umso leichter wird es. Wenn wir irgendwann den Ketchup in Gläsern mit einer Wandstärke von Sektgläsern kaufen können, ist auch das Gewicht kein wirkliches Problem mehr.
Leider lohnt sich ambitionierte Forschung an Verpackungmitteln nicht, solange Plastik so unglaublich billig ist.
Ja, die Bruchgefahr ist natürlich ein Problem. Wäre schön, wenn die Forschung sich hier mehr einsetzt um an bruchsicherem und zugleich leichtem Glas zu forschen.